Hilfen für Kinder psychisch erkrankter Eltern

Psychische Belastungen nehmen während der Corona Krise in allen Familien zu!
Für Familien mit psychisch erkrankten Elternteilen stellt die aktuelle Situation eine besondere Herausforderung dar.
Angst um die eigene Gesundheit und die der Nächsten, Überforderung durch Home-Schooling und finanzielle Sorgen aufgrund des Lockdowns sind zusätzliche Belastungen. Kinder psychisch erkrankter Eltern leiden während der Corona-Pandemie besonders häufig unter dem  fehlenden Kontakt mit anderen Kindern  und jemanden außerhalb des Familiensystems, mit dem man über seine Ängste und Sorgen sprechen kann. Aktuell können die Gruppenangebote des Projekts Hilfen für Kinder psychisch erkrankter Eltern noch nicht in der bewährten Form starten. Die Mitarbeiterinnen des SkF e. V. Vechta weisen aber darauf hin, dass Einzelkontakte und auch Neuanfragen unter Einhaltung der gängigen Hygienemaßnahmen weiterhin zeitnah möglich sind. Bei telefonischer Kontaktaufnahme oder auch Anfragen per Handy-Nachricht kann gerne ein persönlicher Termin in den Räumen des SkF e. V. in Vechta oder der Außenstelle Damme vereinbart werden (die Kontaktdaten finden Sie am Ende dieses Artikels). Jugendliche mit einem psychisch erkrankten Elternteil haben auch die Möglichkeit, selbst über die offene Jugendsprechstunde Kontakt zu den Mitarbeiterinnen aufzunehmen. Die Jugendsprechstunde findet derzeit ebenfalls telefonisch, per WhatsApp/  SMS oder bei Voranmeldung auch gerne im Videochat statt. Die Zeit bleibt wie gewohnt montags von 15:00 – 16:30 Uhr.

Die Mitarbeiterinnen des Angebotes Hilfen für Kinder psychisch erkrankter Eltern Karin Sander und Vera Fleddermann sind telefonisch erreichbar unter der Nummer 04441 9290-28 oder 0175 6169312 und per mail an kipke@skf-vechta.de

Auf eine weitere Unterstützungsmöglichkeit in dieser besonderen Zeit möchte der SkF e.V. besonders hinweisen: Die Universität Ulm hat unter der Leitung von Prof. Dr. Harald Baumeister in den letzten zwei Jahren das Online-Programm „iCHIMPS“ für Jugendliche mit einem psychisch erkrankten Elternteil entwickelt. Das Online-Programm entstand im Rahmen des bundesweiten Forschungsprojektes CHIMPS-NET (Children of mentally ill parents network) unter der Leitung von Prof. Dr. Silke Wiegand-Grefe.

Das Online-Programm iCHIMPS wird nun im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie überprüft. Die Jugendlichen können in dem Programm lernen, was eine psychische Erkrankung ausmacht und wie man darüber sprechen kann. Außerdem geht es im Programm um den Umgang mit Stress und verschiedenen Emotionen im Alltag. Ziel des Online-Programms ist es, die Jugendlichen dabei zu unterstützen, sich ausgeglichener und zufriedener zu fühlen. Es gibt insgesamt acht spannende Module mit Videos, Audios und vielen interaktiven Elementen. Das Programm wird ausschließlich über das Internet durchgeführt. Am Forschungsprojekt teilnehmen können Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren, die ein Elternteil mit einer psychischen Erkrankung oder Suchterkrankung haben.
Mehr Informationen gibt es unter https://esano.klips-ulm.de/de/trainings/fur-jugendliche/ichimps/ oder direkt beim Ulmer Forscherteam: ichimps-studie@uni-ulm.de