05.05.2017 // Der SkF e.V. Vechta legt seinen Jahresbericht 2016 vor

Der SkF  gibt mit seinem Jahresbericht Überblick über die vielfältigen Tätigkeiten in seinen Fachbereichen Adoptions- und Pflegekinderdienst, Frauen- und Kinderschutzhaus, Rechtliche Betreuung, Familienhebammendienst, Sozialpsychiatrische Beratungsstelle und den Kleinen Kaufhäusern in Vechta, Damme, Steinfeld und Neuenkirchen und der Schwangerschaftsberatungsstelle.

Besonders auffallend ist die starke Zunahme der ratsuchenden Frauen in der Schwangerschaftsberatungsstelle. 2016 kamen 548 Frauen bzw. Paare in die Beratung. Damit stieg die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr um fast 20 %:

– 71,5 % der ratsuchenden Frauen hatten 2016 erstmalig Kontakt zum SkF e.V.
– 87 % der Klienten kamen bereits während der Schwangerschaft zur Beratung
– gut 40 % der Frauen besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit
– auffallend war die enorme Zunahme von Frauen, die aus dem nicht europäischen Ausland
kommen
– Frauen aus 31 Ländern waren in der Beratung vertreten
– 57 % der Frauen waren verheiratet

Neben der allg. Einzelberatung hinsichtlich vorgeburtlicher Diagnostik, bei Partnerschaftsproblemen, durch Informationen über gesetzliche Ansprüche, z.B. Mutterschutz, Elternzeit, Unterhalt und Hilfe bei deren Durchsetzung werden finanzielle und materielle Hilfen in Notsituationen vermittelt.

Daneben bietet die Schwangerschaftsberatungsstelle das wöchentliche Müttercafé als niedrigschwelligen Treffpunkt für Mütter und sog. FuN-Baby-Kurse für Mütter mit ihren Kindern bis zu 18 Monaten an, die durch gezielte Spielangebote den Beziehungsaufbau zwischen Mutter und Kind unterstützen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die sexualpädagogische Präventionsarbeit in Schulklassen, die seit Jahren kontinuierlich ausgebaut wird. 2016 fand der beliebte Workshop für Viertklässler sowohl für Jungen als auch für Mädchen 68 Mal im Landkreis Vechta statt. Gleichzeitig wurden die Eltern durch 30 Elternabende in die Thematik der Workshops einbezogen.

Im Herbst 2016 wurde das dreijährige Projekt „Babylotse ambulant in Frauenarztpraxen – Psychosoziale Grundversorgung in der Schwangerschaft“ gestartet. Die seit Jahren bestehende Diskussion um Kindesvernachlässigung und Kindeswohlgefährdung hat die Verantwortung der Gesellschaft, Kinder besser zu schützen, ins öffentliche Bewusstsein gerückt. In Kooperation mit Frauenarztpraxen werden die schwangeren Frauen durch Fragebögen angesprochen und Hilfebedarfe ermittelt. Eltern sollen auf die bestehenden Angebote Frühe Hilfen und Beratungsmöglichkeiten aufmerksam gemacht werden und ggf. Frühwarnsystem installiert und ausgelöst werden.

Hier können Sie sich den kompletten Jahresbericht herunterladen.